Faszinierende Raubtiere: Wölfe und Bären verstehen

Mein Name ist Dr. Michaela Skuban. Ich bin Wildtierbiologin und habe mich auf die Erforschung von Bären, Wölfen und Rothirschen sowie deren Interaktionen mit uns Menschen in Kulturlandschaften spezialisiert. Zudem arbeite ich im praktischen Management und helfe den Schäfern der Slowakei bei Herdenschutzmaßnahmen. Dank Forschungsaufenthalten in Frankreich, Deutschland und in Tirol kenne ich die Bedingungen und Schwierigkeiten in westlichen Gebieten, die erst in den letzten Jahren von Raubtieren wiederbesiedelt worden sind. Mein großes Ziel ist es, den Westen mit dem Osten zu vernetzen, damit man voneinander lernen kann.

Entdecken Sie meine Arbeit, Artikel, Filme und Fachexkursionen zu den Raubtieren in der Slowakei. Erfahren Sie mehr über Herdenschutz, Monitoring und nachhaltiges Raubtiermanagement. Lesen Sie im Blog interessante Artikel zu den Raubtieren und deren Interaktionen mit uns Menschen. Tauchen Sie ein in die Welt der Wildtiere und begleiten Sie mich auf spannenden Fachexkursionen zu den Raubtieren in die Slowakei.

Wölfe in der Slowakei

Es gibt kaum ein Wildtier, das so kontrovers in der menschlichen Gesellschaft diskutiert wird, wie der Wolf. Tiefer Hass stehen dem Gefühl von unendlicher Liebe und Verbundenheit mit den Tieren gegenüber. Leider kommt der oft kritiklos-verehrte "Bruder Wolf" besonders mit den Weidetierhaltern und -halterinnen, sowie der Schäferschaft über Kreuz: Übergriffe auf Weidetiere verursachen nicht nur wirtschaftlichen Schaden, sondern auch menschliches Leid bei den Besitzern. Schnell wird über den Wolf geurteilt und dabei vergessen, dass es nicht "den WOLF" gibt, sondern immer Individuen. Deswegen müssen wir die lokal ansässigen Wölfe und ihre Interaktionen mit den dortigen Menschen besser verstehen. Dann können wir effektiv auf individuelle Unterschiede eingehen und den Menschen vor Ort eine Unterstützung bieten, wenn es schwierig wird. Aufklärung kann nur auf der Grundlage von guten Daten nachhaltig sein.

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Der Braunbär

Seit 2006 widmen wir uns der Bärenforschung in der Slowakei. Meine Seite wäre nicht komplett, würde ich nicht meinem langjährigen Kollegen Dr. Slavomír Finďo danken, mit dessen Hilfe ich in die Feldforschung hineingewachsen bin. Neben Kotanalysen zum Ernährungsverhalten, Fotofallenmonitoring und Spurenverfolgen war das Besendern von mehr als 40 Bären in der Slowakei die wichtigste Methode, um zu verstehen, was die großen Braunbären wirklich draußen in der Natur machen. Jedes Tier hat uns unendlich viel gelernt. Wie bei den Wölfen gilt auch bei den Bären: es gibt nicht "den BÄREN", sondern lauter individuell verschiedene Tiere, die durch ihr Verhalten darüber entscheiden, ob wir als Menschen mit ihnen zusammenleben können oder nicht. Und ja, es gibt in der Slowakei unendlich viele Bären, die sehr zurückgezogen leben und nicht auffällig sind. In die Medien schaffen es dann immer die schwierigen Bären, die sogenannten Problembären und solche Berichte werden immer wieder und wieder in den sozialen Netzwerken geteilt. Dabei wird oft vergessen, dass es die unauffälligen, die kaum sichtbaren Bären sind, für die sich unsere Arbeit lohnt und die leise verschwinden können, wenn wir die schwierigen Tiere der lokalen Bevöllerung aufzwingen. Dennoch ist es auch wichtig mit der lokalen Bevölkerung zu arbeiten, sie aufzuklären und ihnen Hilfestellungen zu geben, falls es zu Problemen kommt.

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Über mich: was ist mir in meiner Arbeit am Wichtigsten?

Als passionierte Wildtierbiologin widme ich mich der Erforschung von Raubtieren, insbesondere Wölfen und Bären in der Slowakei. Wenn wir die Bedürfnisse der Tiere besser kennen und verstehen, wissen wir, was wir schützen müssen, damit auch in Zukunft Bär und Wolf in den slowakischen Wäldern heimisch sein können.

Meine Arbeit umfasst wissenschaftliche Studien, praktische Beratung zu Herdenschutzmaßnahmen und die Entwicklung effektiver Monitoring- und Managementstrategien.

Allerdings interessiere ich mich auch für die Gebiete im deutschsprachigen Raum, in welchen besonders Wölfe, vereinzelt auch Bären, wieder ansässig werden. Somit möchte ich gern mit meiner jahrelangen Erfahrung zur Verfügung stehen und am Aufbau von Monitoring und Managementmaßnahmen aktiv mithelfen. Wir können viel aus Osteuropa lernen: nicht nur plakativ, dass  "im Osten alles einfach ist", sondern eher, welche Strategien gut geklappt haben und wo im Management große Fehler passiert sind. 

Nur gute Daten aus dem Feld ermöglichen es uns, lokal die Raubtiere zu verstehen und dann auch mit den Menschen vor Ort zu arbeiten, die sich eben nicht immer über die Rückkehr von Wolf oder Bär freuen. Oft braucht es auch verstärkt Aufklärung und Präsenz vor Ort, damit die Menschen wirkliche Unterstützung bekommen und sich somit nicht alleine fühlen. Je transparenter und ehrlicher wir arbeiten, desto besser können wir die Beziehung "Mensch - Raubtier" beeinflussen. 

Viele dieser wichtigen Zusammenhänge werden in den Fachexkursionen zu Bär und Wolf hier vor Ort in der Slowakei erklärt - informieren Sie sich über den Inhalt und über die genauen Termine unter der Rubrik Fachexkursionen Bär und Wolf!